mymoria
© shutterstock.com/ruslanguzov

Todesfall

Erste Schritte im Sterbefall

Wenn ein geliebter Angehöriger von uns geht, dann steht für einen Moment die Welt still. Wie betäubt fühlen sich die Hinterbliebenen, ohnmächtig, verlassen. Und doch stehen im Todesfall viele organisatorische Angelegenheiten an.

Erfahren Sie hier, was Sie im Sterbefall beachten sollten, welche gesetzlichen Vorgaben es in Österreich zu beachten gilt und wie das weitere Vorgehen aussieht.

Erste Schritte: Was tun im Todesfall?

Der Sterbeort gibt Aufschluss darüber, welches die ersten Schritte im Todesfall sind. Ist der Tod im Krankenhaus oder Seniorenheim eingetreten, wird sich das Personal darum kümmern, dass eine Totenbeschau durch den diensthabenden Arzt durchgeführt wird und dieser den für die Überführung und die Beurkundung des Sterbefalls notwendigen Totenbeschauschein ausstellt. Tritt der Tod zu Hause ein, so sollten die anwesenden Angehörigen den Hausarzt oder einen Notarzt verständigen, der die Totenbeschau durchführt. Ist der Sterbeort ein öffentlicher Ort, was im Zusammenhang mit Suizid, Unfällen oder anderen Unglücken der Fall sein kann, so ist die Polizei zu verständigen, die sich um die Feststellung des Todes durch einen Notarzt sowie die Überführung des Verstorbenen veranlasst. Liegt der Totenbeschauschein vor, sollte der Bestatter verständigt werden, der Sie über das weitere Vorgehen informiert. In der Regel werden folgende Dokumente benötigt:

  • Totenbeschauschein
  • Geburtsurkunde
  • Nachweis über Staatbürgerschaft
  • Meldezettel
  • Heiratsurkunde und/oder Scheidungsurteil
  • ggf. Nachweis über akademischen Grad

Behördengänge und weitere Formalitäten im Sterbefall

Im Todesfall eines Angehörigen müssen etliche Abmeldungen erfolgen. Neben der Abmeldung beim Standesamt gehören auch die Kündigung von Mietverträgen, Mitgliedschaften, Bankkonten, Versicherungen, Gas- und Stromverträgen, Post, Telefon und Internet sowie Mobilfunkverträgen und mögliche Abonnements zu den wirklich wichtigen und notwendigen Schritten. Alle Aufgaben können in der Regel von den Angehörigen selbst oder von den Mitarbeitern des Bestattungsunternehmens durchgeführt werden. Entsprechende Unterlagen sind dann einzureichen. Witwen und Witwer sowie auch Waisen können im Trauerfall Ansprüche bei Pensionsträgern geltend machen.

Todesfall und Begräbnis – was ist zu tun?

Neben allen wichtigen Formalitäten, die erledigt werden müssen, kümmert sich der Bestatter insbesondere um das würdevolle Begräbnis des Verstorbenen. Er spricht die Termine mit Ihnen, mit dem Pastor oder Trauerredner, mit der Trauerkapelle, Floristen, dem Friedhof und dem Organisten ab. Darüber hinaus organisiert er nötige Überführungen, zum Beispiel zum Krematorium oder zum Friedhof, und kümmert sich um den Trauerdruck und die Todesanzeige in der Zeitung. Die Partebriefe werden in der Regel von den Hinterbliebenen beschriftet und versendet. Auch bei der Trauerfeier können die Trauernden aktiv mitbestimmen und entscheiden, in welchem Rahmen dem Verstorbenen gedacht wird. Eine aktive Beteiligung an der Ausgestaltung hilft Ihnen auf lange Sicht, die Trauer anzunehmen und mit dem Todesfall Ihres lieben Verstorbenen Ihren Frieden zu schließen.

Erste Schritte nach dem Begräbnis – was ist nun im Sterbefall zu tun?

Viele Abmeldungen oder Auflösung von Verträgen lassen sich nach dem Begräbnis erledigen. Auch das Ausräumen der Mietswohnung und Verlassenschaftsabhandlungen werden in der Regel vorbereitet, sobald der Verstorbene beerdigt wurde. Insbesondere für den Nachlass benötigen Sie einige Dokumente, nämlich:

  • Standesdokumente, ,wie Geburts- und Heiratsurkunde
  • Sterbenachweis/Sterbeurkunde
  • Letztwillige Verfügung oder Testament
  • Meldenachweis und Staatsbürgerschaftsnachweis des Verstorbenen
  • Belege über Schulden und Auslagen im Rahmen des Begräbnisses und des Todesfalls

Trauerfall – Zeit zum Trauern

Nach einem Trauerfall sind die Angehörigen häufig sehr eingebunden in die Ausgestaltung der Trauerfeier sowie in die Erledigung aller Formalitäten, die nach einem Todesfall anstehen. Zeit zum Trauern bleibt häufig nicht. Nach dem Begräbnis, wenn das Wichtigste organisiert und erledigt ist, fallen daher viele Trauernde in ein Loch. Es ist Zeit zum Nachdenken, eine Zeit zum Trauern. Lassen Sie zu, dass Sie große Gefühle überkommen. Sie können Wut spüren, Angst, Traurigkeit, aber auch Freude und Gelassenheit. Trauer ist Arbeit, die für den Körper und die Seele sehr anstrengend sein kann. Nehmen Sie sich im Sterbefall also auch ausreichend Zeit für diese Trauerarbeit!

Aeternitas e.V.
Trusted Shops GmbH
mymoria.de wurde mit dem Trusted Shops Gütesiegel zertifiziert.
Erfolgsfaktor Familie
Wir sind im Einsatz für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Respektvoll. Ehrlich. Zuverlässig.
© 2018 mymoria GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
GooglePlusFacebookYouTube
  • Newsletter