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Urnenbestattung

Die flexibelste unter den Bestattungsarten

Immer mehr Menschen in Österreich entscheiden sich heutzutage für eine Urnenbestattung. Die Zahl der traditionellen Erdbestattungen nimmt ab und Feuerbestattung in einer Urne wird immer gefragter.

Gesetzliche Vorgaben für eine Urnenbestattung

Das Bestattungsrecht obliegt in Österreich den einzelnen Bundesländern, wobei dieses recht einheitlich geregelt ist. Lediglich die Fristen für die Durchführung der Urnenbestattung sind von Land zu Land unterschiedlich.

Mit Hilfe einer Kremationsverfügung kann bereits zu Lebzeiten festgelegt werden, dass für die eigene Bestattung eine Kremation gewünscht ist. Diesem Wunsch muss auch nach dem Ableben einer Person Folge geleistet werden. Möchten Sie Ihre Angehörigen entlasten, können Sie sogar im Vorfeld für die anfallenden Kosten der Urnenbestattung mittels einer entsprechenden Bestattungsverfügung aufkommen.

Wie läuft eine Einäscherung ab?

Verstirbt ein Mensch in Österreich, muss zunächst der Totenbeschauer den Leichnam freigeben, ehe eine Überführung in das Krematorium erfolgen kann. Diese Überführung findet in einem Leichenwagen statt, wobei der Verstorbene in einem Kremationssarg aufbewahrt wird. Das Leichenbestattungsgesetz sagt aus, dass die Asche eines Verstorbenen in eine Urne zu geben ist und nicht vermischt werden darf.

Da Verstorbene per Gesetz nur in Särgen befördert, aufgebahrt und bestattet werden dürfen, ist auch bei der Kremation ein Sarg unerlässlich. Bevor es zur endgültigen Kremation kommt, wird im Krematorium zunächst noch einmal die Identität des Verstorbenen überprüft. Damit es zu keinen Verwechslungen kommen kann, wird ein sogenannter Schamottestein mit einer darauf notierten Identifikationsnummer mit in den Sarg bei der Einäscherung gelegt. Die eigentliche Einäscherung erfolgt dann bei Temperaturen zwischen 750 und 900 Grad Celsius und dauert etwa 60 Minuten. Übrig bleibt der Schamottestein, der gemeinsam mit der Asche des Verstorbenen nach der Einäscherung in die dafür vorgesehene Urne gegeben wird.

Eventuell vorhandene künstliche Hüftgelenke werden nach der Kremation vor dem Vermahlen entnommen und entsorgt. Um Verwechslungen vollständig auszuschließen, werden in den Deckel der Urne sowohl der Name des Verstorbenen als auch Geburts- und Sterbedatum eingraviert. Übrigens bieten es viele Krematorien mittlerweile an, unmittelbar vor der Kremation in einer privaten Gedenkfeier noch einmal Abschied vom Verstorbenen zu nehmen.

Wo ist eine Beisetzung der Urne möglich?

Wurde der Verstorbene eingeäschert, muss die Urne in einer gesetzlich anerkannten Bestattungsanlage beigesetzt werden. Der Vorteil einer Urnenbestattung im Vergleich zur Erdbestattung: In einem Urnengrab können mehr Urnen beigesetzt werden als Särge in einem Erdgrab für Särge. Auch dies ist natürlich eine Kostenfrage, weshalb die Urnenbeisetzung beliebter ist.
Eine Sonderform, die man mittlerweile auch auf immer mehr Friedhöfen Österreichs findet, ist das Kolumbarium. Hierbei handelt es sich um eine Urnenwand, in welche bis zu 20 Urnen und mehr aufbewahrt werden können. Jede einzelne Kammer ist mit einer Steinplatte verschlossen, auf welche der Name des Verstorbenen eingraviert ist.

Möchten Sie Ihren Angehörigen nicht in einem Urnengrab beisetzen lassen, stehen Ihnen noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können beispielsweise die Naturbestattung auswählen, bei welcher die Urne wahlweise auf einem Waldfriedhof beigesetzt wird. Auch das Verstreuen der Asche in der Natur ist denkbar. Dies ist allerdings im österreichischen Bundesgebiet nicht erlaubt. Die Asche des Verstorbenen muss dafür zunächst ins Ausland überführt werden. Beliebt ist aber auch die Seebestattung, bei welcher die Urne auf den Grund des Meeres herabgelassen wird.

Viele Menschen möchten die Urne aber auch immer in ihrer Nähe wissen und sie bei sich zu Hause aufstellen. Wird dies gewünscht, muss der Verstorbene dem bereits zu Lebzeiten schriftlich zugestimmt haben. Die Asche allerdings im heimischen Garten auszustreuen ist nicht erlaubt. Sie dürfen eine Urne nicht einfach öffnen. Dies wird mit Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro geahndet.

Eine in jüngster Zeit immer beliebter werdende Variante ist es, aus der Asche einen Diamanten zu formen und diesen als Kettenanhänger oder Ring stets bei sich zu tragen. Um die Urne für solche Vorhaben ausgehändigt zu bekommen, ist in den meisten Bundesländern Österreichs eine behördliche Genehmigung nötig.

Die Kosten einer Urnenbestattung in Österreich

Viele Menschen nutzen eine Urnenbestattung aus rein wirtschaftlichen Gründen, da diese deutlich günstiger als eine Erdbestattung ist. Besonders günstig ist es, die Asche in einem Waldfriedhof auszustreuen, zumal dann keine Folgekosten für die Pflege des Grabes auf Sie zukommen. Den Preis für eine Urnenbestattung kann man pauschal nicht sagen, zumal es ähnlich wie bei den Särgen zahlreiche Arten von Urnen gibt. Für eine gewöhnliche Schmuckurne müssen Sie etwa 60 Euro einplanen.

Urnen sind aus ganz unterschiedlichen Materialien und in sehr vielen Formen erhältlich. Wählen Sie die Urne, die Ihnen am besten gefällt und auch dem Verstorbenen zugesagt hätte. Lediglich bei einer Naturbestattung wie der See- oder Baumbestattung müssen Sie eine Urne aus einem Material wählen, welches sich von alleine zersetzt.

Weitere Kosten, die im Rahmen einer Urnenbestattung auf Sie zukommen, sind die Überführung des Verstorbenen in das Krematorium, die dortige Aufbewahrung und schließlich die Einäscherung selbst. Die Kremation erfolgt in einem Kremationsarg, der im Vergleich zu einem Sarg für eine Erdbestattung mit Kosten von etwa 300 Euro recht preisgünstig ist. Hinzu kommen unter Umständen die Kosten für eine Zeitungsanzeige, den Trauerredner, die Trauerhalle und den Leichenschmaus.

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