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Traditionelle Beerdigung

Erdbestattung in Österreich

Gibt es einen Todesfall, müssen bestimmte gesetzliche Vorgaben beachtet und gewisse Abläufe befolgt werden. Das gilt in Österreich für eine Erdbestattung genauso wie für andere Formen der Beisetzung.

Nach einem Todesfall wird im ersten Schritt der zuständige Gemeindearzt benachrichtigt. Der Arzt ist verantwortlich für die Totenbeschau und stellt im Anschluss an die Untersuchung eine Anzeige des Todes aus, die auch die Todesbescheinigung enthält und einen Leichenbegleitschein. Diese Dokumente sind für das Standesamt und den Bestatter wichtig und ermöglichen das weitere Vorgehen.

Das beauftragte Bestattungsunternehmen holt den Verstorbenen nach der Totenbeschau ab. Mit dem Bestatter können alle weiteren Fragen, wie etwa zum Sarg, zur Trauerfeier und zur Bestattung selbst besprochen werden.

In Österreich gibt es eine Bestattungspflicht, normalerweise findet die Beisetzung vier bis acht Tage nach dem Tod statt. Der Leichnam im Sarg darf bei einer Erdbestattung nur auf einem Friedhof beigesetzt werden.

Wie ist der Ablauf bei einer Erdbestattung?

Der Bestatter wird bei einer Erdbestattung den Leichnam des Verstorbenen abholen und ihn für die eventuell stattfindende Trauerfeier vorbereiten, dazu gehört zum Beispiel das Waschen und Ankleiden. Oft wird der Sarg anschließend in einer Leichenhalle beim Friedhof aufgebahrt, in ländlichen Gegenden ist auch eine Aufbahrung zu Hause oder in der Kirche üblich. Gemeinsam mit dem Bestatter suchen die Hinterbliebenen den Sarg aus, besprechen den Ablauf der Trauerfeier und erstellen die Trauerparte. Die Trauerfeier kann in einer Kirche stattfinden, in einer Friedhofskapelle oder auch direkt an der Grabstelle. Bei der Feier wird meist entweder von einem Priester oder von einem Angehörigen eine Trauerrede gehalten. Diese Rede blickt meist auf das Leben des Verstorbenen zurück und hilft den Angehörigen und Trauernden beim Gedenken. Es kann jedoch auch ein freier Trauerredner beauftragt werden, der den Angehörigen die emotionale Last einer Rede abnimmt.

Beim anschließenden Kondukt begleiten die Trauergäste den Sarg zum Grab, wo zum Beispiel der Priester eine Segnung vornimmt oder jemand anderer noch letzte Worte spricht. Manchmal wird der Sarg in Anwesenheit der Trauernden ins Grab gelassen, manchmal übernimmt der Bestatter dies im Anschluss. Die Trauergäste kondolieren den Angehörigen noch bei der Grabstelle, bevor sich alle zu einem Leichenschmaus begeben, wo des Verstorbenen bei einem guten Essen gedacht werden soll. Der Bestatter kümmert sich um die Schließung des Grabs.

Eine anonyme Bestattung – also ohne ein namentlich gekennzeichnetes Grab – ist nur als Feuerbestattung möglich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine anonyme Bestattung durchzuführen, zum Beispiel eine Seebestattung oder eine Baumbestattung.

Wo kann eine Erdbestattung stattfinden?

Prinzipiell muss eine Erdbestattung auf einem Friedhof vorgenommen werden. Die Grabstelle selbst kann unterschiedlich aussehen: Ein Reihengrab, eine Gruft oder ein Mausoleum sind genauso möglich wie ein sogenanntes Wahlgrab. Zusätzlich unterscheidet man zwischen Einzel- oder Familiengräbern.

Die Hinterbliebenen müssen die Nutzungsrechte für das Grab erwerben, dieser Erwerb kann auch bereits zu Lebzeiten erfolgen. Die Nutzungsdauer für ein Grab beträgt meist mindestens zehn bis zwanzig Jahre, eine Verlängerung ist meist möglich. Eine Ruhefrist ist ebenfalls einzuhalten – nach einer Beerdigung muss eine Ruhezeit von zehn Jahren eingehalten werden, bevor eine weitere Erdbestattung erfolgen kann.

Kosten einer Erdbestattung

Die Kosten für ein Begräbnis sind sehr unterschiedlich, je nach Bestattungsart. Bei einer Erdbestattung kommen einige Kostenpunkte zusammen. Zum einen fallen Kosten für das Grab in Form einer Nutzungsgebühr für die Grabstelle, auch Friedhofsgebühren genannt, an. Diese Kosten können unterschiedlich hoch sein, je nachdem ob der Verstorbene die Grabstelle bereits zu Lebzeiten erworben hat.

Hinzu kommen die Kosten für die Trauerfeier, die Materialkosten für den Sarg, für die Gestaltung der Grabstätte und den Grabstein. Särge gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen und unterscheiden sich somit im Preis, ebenso können sich die Kosten für den Steinmetz und den Gärtner unterscheiden. Zu berücksichtigen sind auf jeden Fall weitere individuelle Kosten für die Trauerparte, Gedenk- oder Dankeskarten, Blumenschmuck oder gegebenenfalls Überführungskosten. Nach der Trauerfeier ist der Leichenschmaus zu bezahlen sowie die Beauftragung der weiteren Grabpflege.

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